Artikel mit Schlagworten ‘Innovation’


Lesezeichen für das neue Intranet

2. December 2007

Heute nutzen schon viele im Internet das sog. Social Bookmarking über frei verfügbare Dienste wie z.B.  del.icio.us, Yahoo Bookmarks oder Mister-Wong. Aber was bringen diese neuen Lesezeichen für das Intranet in großen Organisationen?  Wie geht man am besten mit sog. Enterprise Social Bookmarking und Tagging Initiativen um? Wie überzeugt man mit konkreten Vorteilen die einzelnen Fachbereiche? Ist überhaupt eine bestimmte Kultur oder eine kritische Masse an Teilnehmern in einer Organisation erforderlich, um diese Vorteile auch zu erzielen?

Was versteht man nun unter Enterprise Social Bookmarking und Tagging?

  • interessante Informationen im Intranet oder auf internen Portalen werden vom Anwender mit Lesezeichen versehen
  • diese Lesezeichen werden dann mit aussagekräftigen Schlüsselbegriffen kategorisiert
  • die so aufbereiteten Lesezeichen und Schlüsselbegriffe werden dann im Intranet mit Gleichgesinnten ausgetauscht und referenziert

Welche Vorteile kann die Nutzung von Enterprise Social Bookmarking bringen?

  • einfache Suche nach Experten, die zu bestimmten Themen besondere Fähigkeiten und Interessen besitzen
  • spezielle Themen/Wissen können dynamisch ergänzt und umfassender dargestellt werden, in dem eine Vielzahl von interessierten Teilnehmern in der Organisation weitere Informationen und Lesezeichen hinzufügen
  • die am meisten diskutierten Themen und Inhalte können visuell anders dargestellt werden (Themen-Wolke). Themen die die Organisation insgesamt bewegen, lassen sich durch die interne Öffentlichkeitsarbeit besser moderieren
  • einfache Suchstrukturen in dezentral gewachsenen Intranets über die Verbindungen zwischen Inhalte, Metadaten und Personen

Wo liegen die typischen Barrieren für eine Umsetzung in großen Organisationen?

  • Gibt es überhaupt in der Organisation eine entsprechende Kultur bestimmtes Wissen mit anderen zu teilen? Werden Informationen nur dann freiwillig eingetragen, wenn interne Verpflichtungen oder Regeln bestehen? Warum soll ich meine Informationen an andere Mitarbeiter weitergeben, zu denen ich bei der potentiellen Besetzung von Karrierepositionen im Wettbewerb stehe?
  • Gibt es zwischen speziellen Abteilungen formelle Restriktionen im freien Datenaustausch (z.B. Spezialabteilungen in Forschung/Entwicklung, Personalabteilung, etc.)?
  • Gibt es datenschutzrechtliche Besonderheiten zu beachten? Haben die Beschäftigten begründete Ängste vor Überwachung ihrer Aktivitäten (Wieviel Zeit hat eigentlich der Kollege für einen solchen Quatsch? Hat er nicht genug zu tun…?)
  • Gibt es technologische Einschränkungen in der gewachsenen IT-Struktur der Organisation? Viele Seiten im Intranet mit Frames, wo Lesezeichen wenig Sinn machen?

Ich bin dennoch überzeugt, dass wir in ein paar Jahren in großen Intranets das sog. Enterprise Social Bookmarking wiederfinden werden. Wer hält dagegen? Hat schon jemand erste Erfahrungen in einer Organisation gesammelt? Welche Tools wurden eingesetzt? Fragen über Fragen…

Geheime Geschichten im Web

1. December 2007

Jeder hinterlässt täglich Spuren bei der Nutzung des Internets. Wer, wohin, wie oft, mit wem… alles spannende Datenströme die teilweise frei verfügbar sind. Aber wie kann man die Vielzahl an Informationen weltweit auswerten und z.B. grafisch nutzen? Einzelne Plattformen wie z.B. Digg.com nutzen schon interessante grafische Darstellungsformen neuer oder best bewerteter Artikel unter http://labs.digg.com/swarm/.

In einem interessanten Video stellt Jonathan Harris einige seiner Projekte zur Visualisierung von Datenströmen aus der Blogosphäre und Newsfeeds vor und zeigt Ideen auf, wo die Reise hin gehen kann…

Hier findet man den im Video angesprochen Dienst http://universe.daylife.com/, um einige Dinge live auszuprobieren…

Sprachverwirrung 2.0

15. May 2007

Die Eingeborenen des Internet-Zeitalters verwenden täglich neue Begriffsvariationen, um Dinge und Veränderungen in der Netzwelt zu beschreiben. Entscheidungsträger mit technischem Migrationshintergrund fällt es zunehmend schwerer einzelne Begriffe mit ihren finanziellen, personellen und organisatorischen Auswirkungen zu bewerten. Einige interessante Gedanken und Beispiele hierzu neben den Auswirkungen des Internets auf Marketingprozesse beschreibt Bernd M. Michael in seinem Next07-Vortrag zum Thema Wikization.


Link: sevenload.com

Enterprise reloaded

15. May 2007

In seinem Vortrag auf der Konferenz Next07 beschreibt Sören Stamer von CoreMedia seine Erfahrungen mit einer neuen Führungskultur in seinem Unternehmen. Mitarbeiterbeteiligung, Kommunikationsformen und Strategieentscheidungen wurden stark verändert. Von der hierarchischen Kultur zu einem flukturierenden Netzwerk? Unternehmensgröße und Geschäftsmodell spielen sicherlich auch eine Rolle bei der Umsetzung, jedoch m.E. interessante Erfahrungen, auch wenn man nicht in einem Schnellboot sitzt.


Link: sevenload.com

Konsumgüter treiben die IT-Organisation

20. March 2007

Auf dem International Cebit Summit hatte ich die Gelegenheit an einem interessanten Vortrag von Peter Sondergaard, Global Head of Research bei Gartner, über den Einfluss von Konsumgütern auf die IT teilzunehmen.

Typische Handlungsmuster der heutigen Generation von Entscheidungsträgern (mit technischem Migrationshintergrund) sind z.B. danach geprägt von

  • kontrollierten, ausgewählten Informationskanälen,
  • Textinformationen vor Grafik, Sprache und Videosequenzen
  • linearen, sequenziellen und logischem Informationskonsum
  • Arbeit folgt klaren traditionellen Zeit- und Terminvorgaben und Interaktionsebenen

Im Gegensatz dazu ist die neue und zukünftige Generation von Konsumenten und Beschäftigten (mit der Technik aufgewachsen) stark geprägt von

  • vielfältigen, schnellen und multimedialen Informationskanälen
  • Grafik, Sprache und Videosequenten und erst danach Textinformationen
  • zufälligen Zugriff auf verlinkten Multimediainhalten
  • zeitgleiche Zusammenarbeit mit vielen Kommunaiktionspartnern im Netz, lernen zu jeder Zeit, was gerade benötigt wird, sinnvoll ist und Spaß macht

Diese kulturellen Unterschiede machen zukünftig noch stärker Druck auf die interne IT-Abteilung, nach dem Motto:

  • Zuhause kann ich es einfach umsetzen, warum nicht im Büro?
  • Ich kann nicht warten, bis die IT mir dies zur Verfügung stellt. Ich brauche es jetzt und heute, sonst kann ich das Ziel nicht erreichen.
  • Wie viel soll das Kosten? Dafür bekommen ich aber bei -localhardwarepirat- 3 Geräte für den gleichen Preis.
  • Warum soll ich es so kompliziert tun? Das soll wohl ein Witz sein. Ich nutze einfach mein Handy, iPod, Flickr, Google, SecondLife…

Peter Sondergaard sprach folgende Empfehlungen für die zukünftige IT-Organisation aus:

  • Versuche es nicht zu stoppen. Transparenz, Schulung und ein realistischer und pragmatischer Ansiatz ist entscheidend.
  • Überwinde die Blockade. Erkenne den Einfluss der Konsumgüter auf die interne IT und die Infrastruktur. Der Status Quo wird sich stark verändern.
  • Beobachte die Kinder und Jugendlichen von heute und erkenne die Technikpotenziale.
  • Prüfe, ob Konsumgüter der Beschäftigten in die IT-Infrastruktur mit eingebunden werden können.

Spannend wird sicherlich die zukünftigen Diskussionen im Zusammenhang mit den Themen Compliance, Sicherheit und Kostenverrechnung sein, aber vielleicht stellen ja die neuen Virtualisierungstechniken eine Lösungsalternative dar…

Weitere Informationen finden Sie unter:

Gartner Weblogs

Sören Stamer Weblog

Sieben Vorteile von Web 2.0

5. January 2007

Ist Web 2.0 nur ein technisches Phänomen? Wie kann eine Organisation von den neuen Möglichkeiten oder Technologien profitieren? In einem CIO-Artikel beschreibt Gartner-Analyst Charles Abrahms die Vorteile die Web 2.0 bringen kann. Weiterhin findet im Rahmen einer Analysten-Kolumne eine Bewertung des x 2.0 Hypes statt.

Die Artikel sind hier zu finden:

http://www.cio.de/technik/831149/index1.html

http://www.cio.de/markt/analysen/831542/index.html

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Sie finden hier persönliche Gedanken und Beobachtungen zu Veränderungsprozessen im Technikumfeld von Andreas Lezgus.  Mehr über mich lesen »