Konsumgüter treiben die IT-Organisation
20. March 2007
Auf dem International Cebit Summit hatte ich die Gelegenheit an einem interessanten Vortrag von Peter Sondergaard, Global Head of Research bei Gartner, über den Einfluss von Konsumgütern auf die IT teilzunehmen.
Typische Handlungsmuster der heutigen Generation von Entscheidungsträgern (mit technischem Migrationshintergrund) sind z.B. danach geprägt von
- kontrollierten, ausgewählten Informationskanälen,
- Textinformationen vor Grafik, Sprache und Videosequenzen
- linearen, sequenziellen und logischem Informationskonsum
- Arbeit folgt klaren traditionellen Zeit- und Terminvorgaben und Interaktionsebenen
Im Gegensatz dazu ist die neue und zukünftige Generation von Konsumenten und Beschäftigten (mit der Technik aufgewachsen) stark geprägt von
- vielfältigen, schnellen und multimedialen Informationskanälen
- Grafik, Sprache und Videosequenten und erst danach Textinformationen
- zufälligen Zugriff auf verlinkten Multimediainhalten
- zeitgleiche Zusammenarbeit mit vielen Kommunaiktionspartnern im Netz, lernen zu jeder Zeit, was gerade benötigt wird, sinnvoll ist und Spaß macht
Diese kulturellen Unterschiede machen zukünftig noch stärker Druck auf die interne IT-Abteilung, nach dem Motto:
- Zuhause kann ich es einfach umsetzen, warum nicht im Büro?
- Ich kann nicht warten, bis die IT mir dies zur Verfügung stellt. Ich brauche es jetzt und heute, sonst kann ich das Ziel nicht erreichen.
- Wie viel soll das Kosten? Dafür bekommen ich aber bei -localhardwarepirat- 3 Geräte für den gleichen Preis.
- Warum soll ich es so kompliziert tun? Das soll wohl ein Witz sein. Ich nutze einfach mein Handy, iPod, Flickr, Google, SecondLife…
Peter Sondergaard sprach folgende Empfehlungen für die zukünftige IT-Organisation aus:
- Versuche es nicht zu stoppen. Transparenz, Schulung und ein realistischer und pragmatischer Ansiatz ist entscheidend.
- Überwinde die Blockade. Erkenne den Einfluss der Konsumgüter auf die interne IT und die Infrastruktur. Der Status Quo wird sich stark verändern.
- Beobachte die Kinder und Jugendlichen von heute und erkenne die Technikpotenziale.
- Prüfe, ob Konsumgüter der Beschäftigten in die IT-Infrastruktur mit eingebunden werden können.
Spannend wird sicherlich die zukünftigen Diskussionen im Zusammenhang mit den Themen Compliance, Sicherheit und Kostenverrechnung sein, aber vielleicht stellen ja die neuen Virtualisierungstechniken eine Lösungsalternative dar…
Weitere Informationen finden Sie unter:
4 Kommentare zum Artikel
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admin
22.06.2007
Hallo Herr Pähler,
ja, gerne. Ich melde mich in den nächsten Tagen.
Beste Grüße
Andreas Lezgus
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Ein sehr interessanter Beitrag. Ich bin Designer und arbeite sehr eng mit den “Techies” bei uns in der Firma. Wir sind ein Online Shop und es gibt tatsächlich genau diese Probleme und teilweise schon großes Unverständnis der IT gegenüber. Man kann wirklich auch als Laie ein CMS System in einer halben Stunde aufsetzen und damit die tollsten Dinge machen. Wenn die IT aber es “richtig” in Java programmieren anfängt wartet man Monate lang auf ein kleines Update im Shop. Und wenn die anfangen über die aussterbenden Technologie php zu quaseln, interessiert es Marketing überhaupt nicht. Warum denn auch?
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Single
29.09.2010
Kenne genua die gleiche Problematik mit der IT!
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Dirk Pähler
22.06.2007
Hallo Herr Lezgus,
vielleicht setzen wir uns ja zum Thema Virtualisierung einmal zusammen!
Viele Grüße
Dirk Pähler
Corporate Account Manager
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VMware Global Inc.
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