Artikel für die Kategorie: ‘Wandel’
Warum 140 Zeichen die Welt bewegen?
11. June 2009
Twitter hat inzwischen mit seinen in Echtzeit erscheinenden Kurznachrichten, eine kleine Armee an mitteilungsfreudigen Anhängern gewonnen. Mitbegründer Evan Williams offenbart einige überraschende Dinge die er von Nutzern gelernt hat und wie sie seine Aufgabe vorangetrieben haben.
(deutscher Untertitel kann über -View subtitles- eingeblendet werden)
Die Technikzukunft fürs Büro und Zuhause…
11. June 2009
… ist schon da, nur noch nicht überall angekommen. Technologische Entwicklungen lassen sich schon heute erkennen, auch wenn man den flächendeckenden Einsatz noch nicht genau vorhersehen kann. In vielen Entwicklungslabors stehen erste Prototypen oder Spezialanwendungen bereits zur Verfügung. Hieran lassen sich die Trend von morgen ableiten…
- Computertechnologie und Anwendungen erhalten Einzug in tägliche Gebrauchsgegenstände, wie Möbelstücke, Accessoires und Kleidungsstücke. Displaytechnologien mit geringem Stromverbrauch und Muti-Touch Bedienoberflächen.
- Elektronische Geräte sind mit Funktechnologien (Wireless) überall vernetzt und laden sich über Funk auch wieder für einen Dauerbetrieb auf. Elektronisches Papier und Lesegeräte.
- Kostengünstige Sensoren tauschen in sehr vielen Objekten im Büro und Zuhause Informationen über Systemzustände, Umgebung und Bewegungszuständen aus (Hitze, Chemische Zustände, Feuchtigkeit…)
- Die meisten Haushalte haben ein oder mehrere aufgabenspezifische Service Roboter (z. B. zum aufräumen, überwachen, unterstützen bei Gehen, Sprechen…). 3D-Drucker ermöglichen eine einfache Fertigung von Gegenständen in Plastik, Gips und Metall.
- Der Zugriff auf persönliche Informationen ist überall und in hoher Geschwindigkeit möglich. Speicherplatz spielt kaum noch eine Rolle. Digitale Displays, Kameras und Audiofunktionen sind in Brillen und Minikopfhörern integriert. Kontextinformationen zu Orts- und Objektdaten sind überall verfügbar.
- Die Benutzerführung von einzelnen Anwendungen erfolgt über Gestik, Berührung und Sprache. Elektronische Geräte identifizieren Anwendungsmöglichkeiten über scannen von Funketiketten.
- Biometrische Identifikationen werden für alle offiziellen und rechtsverbindlichen Aufgaben eingesetzt.
- Und die Fahrt zum Büro erfolgt zeitgenau mit Autopilot auf einer gesondert für diese Transportfunktion freigegebenen Fahrspur auf der Autobahn…
Hier finden Sie die zugehörigen Beispiele von heute…
Hat die Tastatur und Maus ausgedient?
24. April 2009
Heute hatte ich die Gelegenheit im Kölner SkyEventConference Center an einer Financial Times Konferenz zum Thema “Interface Media Future” teilzunehmen. Nach der Eröffnung durch den Ministerpäsidenten NRW J. Rüttgers war der persönliche Auftritt von Steve Ballmer, CEO Microsoft, sehr beeindruckend. Neben neuen Microsofttechnologien stellte er aus seiner Sicht zukünftige Entwicklungen im Bereich der Nutzerschnittstellen dar. Einen kurzen Einblick gewinnt man über das folgende Video aus dem Microsoft Future Vision Labor.
Die Vorträge der Konferenz können hier heruntergeladen werden:
Das Gold liegt in den Prozessen
22. July 2008
Internationale Experten aus Forschung und Unternehmen, Führungskräfte und andere Entscheider trafen sich in Berlin zur ARIS ProcessWorld vom 17.-18. Juni 2008. Kernthemen waren u. a. innovative Geschäftsprozess-Initiativen zu Enterprise BPM, Enterprise Architecture (EA), Business-Driven SOA oder Governance, Risk & Compliance Management. In dem begleitenden ARIS-Blog wird auch über die einzelnen Sessions berichtet.
Was kennzeichnet nun ein erfolgreiches Geschäftsprozessmanagement in einer großen Organisation, die ja üblicherweise von Organigrammen und Hierarchien lebt? Wie stellt man fest, dass die gelebten Prozesse effizient sind und den gewünschten Erfolg liefern?
IT-Strategie – Prozess!
22. June 2008
Niemand käme wohl auf die Idee eine Reise von München zur Insel Borkum anzutreten, ohne zu wissen was er auf der Insel machen will, ohne ausreichende Ressourcen (z.B. Benzin, Auto, Bahnfahrkarte, Geld, Unterkunft) für die Reise zu haben und ohne zuvor einen Fahrplan oder ein GPS-System mitzunehmen.
Also warum das Tagesgeschäft laufen lassen, ohne eine gemeinsame Vorstellung zwischen den Fachbereichen und der IT über die gemeinsamen Ziele zu haben, ohne ein klares Verständnis über die aktuelle Ressourcenlage (z.B. Anwendungen, Hard- und Software, Fähigkeiten der Beschäftigten) zu haben und ohne einen abgestimmten Fahrplan der wichtigsten Initiativen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.
Die Erarbeitung einer IT-Strategie ist aber auch kein einmaliges Projekt, welches mit einer schönen Hochglanzbroschüre endet, sondern ist ein ständiger Kommunikationsprozess zwischen allen wichtigen Anspruchsgruppen in einer Organisation, unabhängig ob Führungskräfte aus den Fachbereichen oder der IT-Abteilung.
Warum ist der Planungsprozess der IT-Strategie so wichtig?
Warum soll ich etwas aufschreiben, was ehe schon alle wissen und sich nicht ändert?
Eine formale Planung behindert doch nur und ist meistens schnell veraltet? Also warum soll ich eine Strategieplanung über mehrere Jahre bei IT machen, wenn es bei den schnellen Veränderungen in den Fachbereichen keine langjährige Planung gibt?
Hier einige Vorteile für alle Fachbereiche, die aus einem guten strategischen Planungsprozess zu erzielen sind:
- Eine Beschreibung der erforderlichen Eigenschaften, die die zukünftig gewünschte Organisation ausmachen.
- Ein klares Bild darüber, wo die Organisation aktuell steht, wie die Ressourcenlage und Fähigkeiten derzeit aussehen.
- Die gemeinsame Feststellung, wo Lücken zwischenden den aktuellen IT-Fähigkeiten und den gewünschten Ergebnissen liegen.
- Ein gemeinsames Verständnis darüber, wie und wofür neue Technologien einen entscheidenden Beitrag zu Prozessverbesserungen in den Fachbereichen liefern können.
- Die Beschreibung realistischer Ziele, die in einem definierten Zeitrahmen mit den vorhandenen Ressourcen umgesetzt werden können.
- Klare Entscheidungsstrukturen und Spielregeln, die sicherstellen, dass die Organisation auch die erwarteten Vorteile durch den Technologieeinsatz auch erzielt.
Was sind die Schwierigkeiten bei der IT-Strategieplanung?
Es ist wie mit einem kleinen Hund. Zu Beginn ist er so niedlich und wird von allen Familienmitgliedern und Freunden nur bewundert und gekuschelt. Doch über die Zeit wird er größer und verschlingt Tonnen an Futter, er will zu Unzeiten nach draussen, niemand der Befürworter des Kaufes ist für die regelmäßige Betreuung zu finden, er muss häufig zum Tierarzt und beim Ableben kommt es zu einer Familientragödie.
So verhält es sich auch oft bei Anwendungen im Unternehmen. Zu Beginn finden Sie noch Entscheidungsträger aus den Fachbereichen, die bei der Einführung neuer Fachanwendungen zur Seite stehen. Die Fachanwendungen haben jedoch häufig einen langjährigen Lebenszyklus, in großen Unternehmen nicht selten länger als 15 Jahre. Die für die Einführung verantwortlichen Entscheidungsträger sind zumeist aufgrund von Rotationen nicht mehr im Unternehmen oder haben eine andere Funktion übernommen. Neue Führungskräfte fühlen sich nicht mehr für die schwerfällige Anwendung verantwortlich. Die Komplexität und Abhängigkeit aufgrund veralteter Technologie oder die mangelnde Flexibilität zur Anpassung sind bei oberflächlicher Betrachtung auf den ersten Blick nicht ersichtlich.
Aber das IT-Management verantwortet dieses wichtiges Portfolio von Anwendungen, Hard- und Softwareprodukten und Fähigkeiten der Spezialisten, die häufig mehrere Millionen Euro kosten und nicht ohne weiteres ersetzt werden können. Zumeist sind hier Anwendungen darunter, die nicht selten eine Decade die Prozesse in einem Unternehmen prägen. Diese müssen doch wohl über den gesamten Lebenszyklus der einzelnen Anwendungen über eine ganzheitliche IT-Strategie gemanagt werden? Dies ist jedoch nicht isoliert vom IT-Managament alleine möglich, sondern nur in einem ständigen Dialog mit den einzelnen Fachbereichen, auch wenn diese keine dokumentierte Fachbereichsstrategie haben.
Gartner ITxpo in Barcelona
15. June 2008
Einmal im Jahr geben die Gartner Anaysten auf dem Symposium ITxpo einen Überblick, welche technologischen Trends und Entwicklungen die IT-Welt aus ihrer Sicht die nächsten 3-5 Jahre entscheiden prägen werden. Auf der diesjährigen Konferenz in Barcelona standen folgende Punkte im Mittelpunkt der Vorträge.
- Neuausrichtung der IT-Organisation und die hierfür zukünftig notwendigen Kompetenzen
- Herausforderungen der Mobilität mit unterschiedlichen Endgeräten und Sicherheitsmanagementlösungen
- Neue Bereitstellungsmöglickeiten von IT-Services in einer globaliserten Umgebung
- Industrialisierung der Servicedienste und Bereitstellung über das Internet
- Neue Rolle der IT-Führungskraft im Hinblick auf Information und Innovation
- Auswirkungen von sozialen Netzwerkdiensten und dem Web 2.0 auf die IT im Unternehmen
Einführungen und Keynotes der Analysten Peter Sondergaard, Ken McGee, Anthony Bradley, Partha Iyengar, Darryl Plummer, Mary Mesaglio stehen auch als Webcasts zur Verfügung.
http://www.gartner.com/it/sym/2008/spr9/keynotes.jsp
Die Keynotes geben einen kurzen Überblick über die Herausforderungen und fassen diese
in 6 Megatrends zusammen:
- Innovate
- Advance
- Connect
- Globalize
- Socialize
Wie es immer bei solchen Konferenzen ist, muss man sich ja bei den insgesamt 178 Vorträgen in 4 Tagen auf persönlich ausgewählte Vorträge beschränken. Besonders interessant waren hierbei für mich die Vorträge von
- Andy Kyte und Susan Landry über Anwendungsportfolio und strategische Planung
- Brian Gammage und Andrew Butler über zukünftige Windows-Betriebssysteme und Virtualisierung
- John Mahoney und Dave Aron über die veränderten Rollen und Kommunikationsfähigkeiten der IT-Führung
Hierzu werde ich in den nächsten Wochen hier jeweils einen gesonderten Beitrag schreiben…
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Sie finden hier persönliche Gedanken und Beobachtungen zu Veränderungsprozessen im Technikumfeld von Andreas Lezgus. Mehr über mich lesen »
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