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Artikel für die Kategorie: ‘Wandel’


Hat die Tastatur und Maus ausgedient?

Heute hatte ich die Gelegenheit im Kölner SkyEventConference Center an einer Financial Times Konferenz zum Thema “Interface Media Future” teilzunehmen. Nach der Eröffnung durch den Ministerpäsidenten NRW J. Rüttgers war der persönliche Auftritt von Steve Ballmer, CEO Microsoft, sehr beeindruckend.  Neben neuen Microsofttechnologien stellte er aus seiner Sicht zukünftige Entwicklungen im Bereich der Nutzerschnittstellen dar. Einen kurzen Einblick gewinnt man über das folgende Video aus dem Microsoft Future Vision Labor.

Die Vorträge der Konferenz können hier heruntergeladen werden:

Financial Times Interfacing Media Future Conference

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Das Gold liegt in den Prozessen

Internationale Experten aus Forschung und Unternehmen, Führungskräfte und andere Entscheider trafen sich in Berlin zur ARIS ProcessWorld vom 17.-18. Juni 2008. Kernthemen waren u. a. innovative Geschäftsprozess-Initiativen zu Enterprise BPM, Enterprise Architecture (EA), Business-Driven SOA oder Governance, Risk & Compliance Management. In dem begleitenden ARIS-Blog wird auch über die einzelnen Sessions berichtet.

Was kennzeichnet nun ein erfolgreiches Geschäftsprozessmanagement in einer großen Organisation, die ja üblicherweise von Organigrammen und Hierarchien lebt? Wie stellt man fest, dass die gelebten Prozesse effizient sind und den gewünschten Erfolg liefern?

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IT-Strategie – Prozess!

Niemand käme wohl auf die Idee eine Reise von München zur Insel Borkum anzutreten, ohne zu wissen was er auf der Insel machen will, ohne ausreichende Ressourcen (z.B. Benzin, Auto, Bahnfahrkarte, Geld, Unterkunft) für die Reise zu haben und ohne zuvor einen Fahrplan oder ein GPS-System mitzunehmen.

Also warum das Tagesgeschäft laufen lassen, ohne eine gemeinsame Vorstellung zwischen den Fachbereichen und der IT über die gemeinsamen Ziele zu haben, ohne ein klares Verständnis über die aktuelle Ressourcenlage (z.B. Anwendungen, Hard- und Software, Fähigkeiten der Beschäftigten) zu haben und ohne einen abgestimmten Fahrplan der wichtigsten Initiativen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Die Erarbeitung einer IT-Strategie ist aber auch kein einmaliges Projekt, welches mit einer schönen Hochglanzbroschüre endet, sondern ist ein ständiger Kommunikationsprozess zwischen allen wichtigen Anspruchsgruppen in einer Organisation, unabhängig ob Führungskräfte aus den Fachbereichen oder der IT-Abteilung.

Warum ist der Planungsprozess der IT-Strategie so wichtig?

Warum soll ich etwas aufschreiben, was ehe schon alle wissen und sich nicht ändert?
Eine formale Planung behindert doch nur und ist meistens schnell veraltet? Also warum soll ich eine Strategieplanung über mehrere Jahre bei IT machen, wenn es bei den schnellen Veränderungen in den Fachbereichen keine langjährige Planung gibt?

Hier einige Vorteile für alle Fachbereiche, die aus einem guten strategischen Planungsprozess zu erzielen sind:

  • Eine Beschreibung der erforderlichen Eigenschaften, die die zukünftig gewünschte Organisation ausmachen.
  • Ein klares Bild darüber, wo die Organisation aktuell steht, wie die Ressourcenlage und Fähigkeiten derzeit aussehen.
  • Die gemeinsame Feststellung, wo Lücken zwischenden den aktuellen IT-Fähigkeiten und den gewünschten Ergebnissen liegen.
  • Ein gemeinsames Verständnis darüber, wie und wofür neue Technologien einen entscheidenden Beitrag zu Prozessverbesserungen in den Fachbereichen liefern können.
  • Die Beschreibung realistischer Ziele, die in einem definierten Zeitrahmen mit den vorhandenen Ressourcen umgesetzt werden können.
  • Klare Entscheidungsstrukturen und Spielregeln, die sicherstellen, dass die Organisation auch die erwarteten Vorteile durch den Technologieeinsatz auch erzielt.

Was sind die Schwierigkeiten bei der IT-Strategieplanung?

Es ist wie mit einem kleinen Hund. Zu Beginn ist er so niedlich und wird von allen Familienmitgliedern und Freunden nur bewundert und gekuschelt. Doch über die Zeit wird er größer und verschlingt Tonnen an Futter, er will zu Unzeiten nach draussen, niemand der Befürworter des Kaufes ist für die regelmäßige Betreuung zu finden, er muss häufig zum Tierarzt und beim Ableben kommt es zu einer Familientragödie.

So verhält es sich auch oft bei Anwendungen im Unternehmen. Zu Beginn finden Sie noch Entscheidungsträger aus den Fachbereichen, die bei der Einführung neuer Fachanwendungen zur Seite stehen. Die Fachanwendungen haben jedoch häufig einen langjährigen Lebenszyklus, in großen Unternehmen nicht selten länger als 15 Jahre. Die für die Einführung verantwortlichen Entscheidungsträger sind zumeist aufgrund von Rotationen nicht mehr im Unternehmen oder haben eine andere Funktion übernommen. Neue Führungskräfte fühlen sich nicht mehr für die schwerfällige Anwendung verantwortlich. Die Komplexität und Abhängigkeit aufgrund veralteter Technologie oder die mangelnde Flexibilität zur Anpassung sind bei oberflächlicher Betrachtung auf den ersten Blick nicht ersichtlich.

Aber das IT-Management verantwortet dieses wichtiges Portfolio von Anwendungen, Hard- und Softwareprodukten und Fähigkeiten der Spezialisten, die häufig mehrere Millionen Euro kosten und nicht ohne weiteres ersetzt werden können. Zumeist sind hier Anwendungen darunter, die nicht selten eine Decade die Prozesse in einem Unternehmen prägen. Diese müssen doch wohl über den gesamten Lebenszyklus der einzelnen Anwendungen über eine ganzheitliche IT-Strategie gemanagt werden? Dies ist jedoch nicht isoliert vom IT-Managament alleine möglich, sondern nur in einem ständigen Dialog mit den einzelnen Fachbereichen, auch wenn diese keine dokumentierte Fachbereichsstrategie haben.

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Gartner ITxpo in Barcelona

Einmal im Jahr geben die Gartner Anaysten auf dem Symposium ITxpo einen Überblick, welche technologischen Trends und Entwicklungen die IT-Welt aus ihrer Sicht die nächsten 3-5 Jahre entscheiden prägen werden. Auf der diesjährigen Konferenz in Barcelona standen folgende Punkte im Mittelpunkt der Vorträge.

  • Neuausrichtung der IT-Organisation und die hierfür zukünftig notwendigen  Kompetenzen
  • Herausforderungen der Mobilität mit unterschiedlichen Endgeräten und Sicherheitsmanagementlösungen
  • Neue Bereitstellungsmöglickeiten von IT-Services in einer globaliserten Umgebung
  • Industrialisierung der Servicedienste und Bereitstellung über das Internet
  • Neue Rolle der IT-Führungskraft im Hinblick auf Information und Innovation
  • Auswirkungen von sozialen Netzwerkdiensten und dem Web 2.0 auf die IT im Unternehmen

 

keynotes

 

 

Einführungen und Keynotes der Analysten Peter Sondergaard, Ken McGee, Anthony Bradley, Partha Iyengar, Darryl Plummer, Mary Mesaglio stehen auch als Webcasts zur Verfügung.

http://www.gartner.com/it/sym/2008/spr9/keynotes.jsp

Die Keynotes geben einen kurzen Überblick über die Herausforderungen und fassen diese
in 6 Megatrends zusammen:

  • Innovate
  • Advance
  • Connect
  • Globalize
  • Socialize

 

Wie es immer bei solchen Konferenzen ist, muss man sich ja bei den insgesamt 178 Vorträgen in 4 Tagen auf persönlich ausgewählte Vorträge beschränken. Besonders interessant waren hierbei für mich die Vorträge von

  • Andy Kyte und Susan Landry über Anwendungsportfolio und strategische Planung
  • Brian Gammage und Andrew Butler über zukünftige Windows-Betriebssysteme und Virtualisierung
  • John Mahoney und Dave Aron über die veränderten Rollen und Kommunikationsfähigkeiten der IT-Führung

Hierzu werde ich in den nächsten Wochen hier jeweils einen gesonderten Beitrag schreiben…

Die Organisation der Zukunft

In der weltweit größten Studie dieser Art hat IBM mit über 1.100 CEOs und Führungskräften aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor persönliche Gespräche geführt, um zu erfahren, wie das Unternehmen der Zukunft aussieht und welches die bestimmenden Faktoren für nachhaltigen Erfolg sind.

Die Analyse der Befragung zeigt, dass für den künftigen Erfolg eines Unternehmens fünf Charakteristika entscheidend sind. Einige Unternehmen weisen bereits bestimmte Merkmale des Unternehmens der Zukunft auf, doch nur wenige vereinen sie alle.

  • Die Fähigkeit zur schnellen Umsetzung von Veränderungen
  • Die Fähigkeit den Kunden durch Innovationen zu überraschen
  • Die Fähigkeit weltweit Wissen und Dienstleistungen anzubieten
  • Die Fähigkeit sich selbst neu zu erfinden und tradierte Prozesse über Board zu werfen
  • Die Fähigkeit in allen Aktionen und Entscheidungen authentisch zu wirken

 

Die aktuelle IBM Global CEO Study kann hier heruntergeladen werden.
Zuvor ist jedoch eine kostenlose Registrierung erforderlich:

http://www-935.ibm.com/services/de/bcs/html/ceostudy.html

Veränderungen – aber wie?

Die Unternehmensberatung IBM Global Business Services befragte in ihrer Studie "Making Change Work" über 220 Projekt- und Change Manager in mehr als 140 Unternehmen aus 21 Branchen in Deutschland.

Die größten Hürden auf dem Weg zu nachhaltigen Veränderungen liegt für die Projekt- und Change Manager vor allem in den Einstellungen und Denkweisen der Menschen: 65 % der Befragten gaben diese Faktoren als Haupthindernis für erfolgreiche Veränderungsprojekte an. Sogar die Ressourcenknappheit im Budget und Personal (41 %), die Unternehmenskultur (40 %) sowie das mangelnde Commitment des Managements (35 %) sind von weitaus geringerer Bedeutung.

"Das Problem sind die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Veränderungen. Das Top-Management befindet sich im Jahr 2015, das mittlere Management in 2008 und die Mitarbeiter in 2007", analysiert eine befragte Change-Managerin. Da sich Entscheider und Betroffene in verschiedenen Wahrnehmungswelten befinden, sind folgende bekannte Prinzipien weiterhin wichtig, um Widerstände auf dem Weg zu erfolgreicher Veränderung abzubauen: Erstens, Sponsoring, d.h. nachdrückliche Unterstützung durch das Top-Management; zweitens, eine offene, ehrliche und rechtzeitige Kommunikation sowie drittens, die Einbindung der Mitarbeiter.

Die IBM-Studie kann hier heruntergeladen werden:

Making Change Work

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im Technikumfeld von Andreas Lezgus. Mehr über mich lesen »

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