Tod durch PowerPoint
16. February 2008
Garr Reynolds beschreibt in seinem neuen Buch PresentationZen eindrucksvoll die Todsünden einer Präsentation, die häufig durch millionenfach verwendete Standardvorlagen und Aufzählungspunkte dem Zuhörer entgegen prasseln. Gleichzeitig macht er aus meiner Sicht interessante Vorschläge für eine neue Art der Präsentation mit einigen Thesen, wie z.B.
- Keine Grafiken in 3D
- Firmenlogo nur auf der ersten und der letzten Seite
- Jeweils nur eine zentrale Aussage mit plastischem Hintergrundphoto
- Keine Aufzählungspunkte
- Fokussierung auf die eine zentrale Botschaft
- Nicht mehr als 3 Schritte bis zur Problemlösung
- Keine Verteilung des Handouts vor der Präsentation
Interessant finde ich auch die Beschreibung des sog. Aufzugstest, um die Kernbotschaft der Präsentation herauszufiltern. Hiernach fällt die Präsentation kurzfristig aus und man hat in einer Aufzugsfahrt nur kurz die Gelegenheit seinem Chef die Kernbotschaft zu erläutern. Was erzählt man nun?
Aus meiner Sicht ein sehr interessantes Buch und das begleitende Blog für alle, die häufiger mal etwas präsentieren müssen…
Weitere Informationen und eine gute Sammlung an Tipps für Präsentationen und PowerPoint hat Jochen Mai in seinem Blog unter RedensArt zusammengestellt.
Presentation Zen. Simple Ideas on Presentation Design and Delivery (Voices That Matter): English Books: Garr ReynoldsISBN: 0321525655ISBN-13: 9780321525659 |
Garr Reynolds auf Google Talks
22 Kommentare zum Artikel
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Ich glaube, es gibt nicht DIE Empfehlungen für DIE Präsentation. Denn zu unterschiedlich ist der Kontext, in dem ich präsentiere. Ich habe auf Konferenzen vor 200 Zusehern präsentiert zu einem recht “schwammigen” Thema, da passen die genannten Tipps auf alle Fälle. Ich habe aber auch vor einer handvoll Leuten, die mit den Details eines Themas sehr versiert waren, eine Präsentation gehalten und in diesem Kontext kann man gegen viele der eisernen Regeln verstoßen, nein, meist muss man es sogar.
Letztendlich muss der zentrale Tipp also lauten: Wer ist deine Zielgruppe und wie sieht deine Zielsetzung aus? Wenn diese beiden Fragen geklärt sind, sollte sich Aussehen und Inhalt des Vortrags von selbst ergeben.
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Ich muss Thomas zustimmen. Es gibt kein Patentrezept für eine gelungene Präsentation, aber es ist immer gut, wenn man sich nicht nur auf das eigene Urteil verlässt. Tipps von Außenstehenden sind meist sehr hilfreich habe ich festgestellt.
Aber auch Melanie gebe ich in dem Punkt recht, dass man auch mal eine Präsentation ohne Computer auf die Beine stellen kann und sollte, wenn es das Thema ermöglicht.
Alles in Allem habe ich hier viele gute Tipps gefunden dich dich demnächst versuchen werde anzuwenden.
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>>Keine Verteilung des Handouts vor der Präsentation
Den Punkt versteh ich nicht ganz. Wenn man die Kernbotschaft rüberbringen will, so sind die Handouts geradezu ideal dafür geeignet. Die Präsentation selbst hat in der Regel mehrere dutzend Seiten, wehrend man sich bei dem Handout auf die Kernbotschaft konzentrieren kann.
Bei weniger als 5 Anwesenden würde ich auf Powerpoint verzichten, und näher auf die Interessen der Teilnehmer eingehen.
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Ich glaube der Punkt liegt hier in der Verteilung von Handouts >> vor < < einer Präsentation. Die Aufmerksamkeit der Zuhörer sollte auf den Vortragenden gelengt werden; zumindest sollte >> er << die Kernbotschaften rüberbringen. Blättern die Zuhörer schon während der Präsentation in Unterlagen, ist die Aufmerksamkeit häufig schon dahin…
Ein Verweis zu Beginn des Vortrages auf Handouts oder Links zu begleitenden Unterlagen im Anschluss an die Präsentation ist damit jedoch nicht gemeint.
Viele Grüße
Andreas
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Ich denke auch, dass es kein Patentrezept für die richtige Präsentation gibt. Es gibt soviel zu beachten, das Zielpublikum, die zur Verfügung stehende Zeit, die Lokalität, etc. etc.
Kurz knapp und knackig ist meine Devise, dann klappts auch mit der Präsentation. Aber trotzdem guter Hinweis, man sollte sich immer mal wieder neue Anregungen holen.
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Meiner Meinung nach sollte man bei einer Präsentation genau die Punkte beachten die oben aufgeführt sind.Wobei graphisches Anschauungsmaterial meines Erachtens nach sehr überbewertet sind.
Mir kommt es dann doch mehr auf die mündliche präsentation an.
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Ich finde die Tipps richtig hilfreich. Zumal steht mir auch eine Präsentation bevor. Hab mir deinen Blog erstma in meine Favourieten gestellt, um mir den Vortrag nochmal in voller Länge anschauen zu können.
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Mittlerweile studiere ich an einer US-amerikanischen Universität und bin immer wieder erstaunt, wie schlecht viele die Präsentationen machen. Da werden unzählige Aufzählungen verwendet, die Rechtschreibung missachet, Überschriften fehlen, der komplette Überblick ist weg.
Das Buch kann ich nur jedem wärmstens empfehlen.
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Man glaubt gar nicht, was bei PP Präsentationen alles falsch gemacht werden kann. Ich habe mal eine gesehen, bei der wirklich die Schrift so dermaßen klein war, um möglichst viel Text unterbringen zu können, dass man ständig nur am Lesen war und den Vortragenden wirklich gar nicht mehr zugehört hat. Das zeigte sich dann auch in der Note.
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Ich kann Liza nur zustimmen. Viel zu lange Texte sind u.a. der Tod jeder PPP!
Auch Rechtschreibfehler sind unnötig und wenn man nicht mehr weiß, an welchem Punkt des Inhaltsverzeichnisses man ist, wird es auch mehr als knifflig.
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Also diese fertigen Vorlagen von PP gehen wirklich garnicht. Vor allem wenn sie noch aus Word97 stammen und dementsprechend häßlich sind. Oft werden da noch nicht mal die Farben geändert – ein Graus! Das neue Word 2007 hat dagegen doch ganz hübsche Vorlagen anzubieten. Noch besser wäre natürlich komplett selber machen, aber wer hat schon immer die Zeit sich da was zu basteln. Häufig ist man doch auch an die Unternehmens-CI gebunden.
Also den Punkt mit dem Hintergrundfoto würde ich nicht so bedingungslos unterstützen, das lenkt doch wieder vom eigentlichen Text ab. Vor allem wenn es ohnehin ein 0815-Stockphoto aus dem Netz ist. Und wenn das Foto wirklich etwas wichtiges zeigt, warum dann nicht in den Vordergrund rücken oder eine komplette Folie nur mit Foto und Bildunterschrift machen?
Viele Grüße aus Chemnitz
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Sagt mal gibt es dieses Presentation-Zen Buch zufällig auch auf Deutsch? Würde es gerne einem guten Freund von mir schenken aber der spricht nicht so gut Englisch. Oder gibt es vergleichbare Werke mit ebenso guten Tipps auf Deutsch? Bisschen was kenne ich ja auch noch aus der Uni aber ich glaube ein Buch würde meinem Freund mehr weiterhelfen..
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Ich habe den oben erwähnten Aufzugstest selbst einmal angewandt. Kann ich wirklich nur empfehlen, das einmal selbst zu testen, um die Spreu (Kernaussagen) vom Weizen zu trennen.
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Also an unserer Uni habe ich beobachtet wie nach einer anfänglichen Begeisterung für Powerpoint viele Dozenten und auch Studenten das garnicht mehr einsetzen mögen. Grund: Die Inhalte sind oft ziemlich flach und viel PP-Präsentationen langweilen einfach. Oft lässt sich mit einer simplen Overhead-Folie (alt, aber klassisch) viel mehr aussagen. Außerdem sind die Zuhörer viel weniger abgelenkt als wenn hinter dem Referenten noch eine Multimediashow an die Wand projiziert wird. Viele Grüße vom Radiopraktikanten!
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Manchmal kann man mit solchen Präsentationen mehr falsch machen als das es nützt. Habe schon so oft schlechte Powerpoint-Präsentationen gesehen wo Dozenten im Nachhinein meinten, die Studenten hätte lieber ein normales Tafelbild gemacht.
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Ich kann hier aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Ich habe eine Präsentation gehalten, in der ich die Folien einfach so gemacht habe wie es mir gefallen hat. Ich habe es teilweise etwas bunter gemacht und auch etwas zu voll. Die falschen Farben habe ich auch noch gewählt. Aber der gröbste Fehler war wirklich die Handouts vor der Präsentation auszuteilen. Da konzentrieren sich nur noch wenige Personen auf die Präsentation. Ich habe mir dann nach diesem Reinfall das Buch gekauft und siehe da, es hat geklappt bei der nächsten Vorführung. Alles lief bestens.
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Ganz schlimm finde ich die unnützen Animationen, z.B. wenn ein Text ganz langsam ins Bild fliegt, einfach Zeitverschwendung meiner Meinung nach.
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Dieses Buch sollte man jedem Marketing-Menschen ans Herz legen, der seine Zuhörer stundenlang mit Powerpoint-Präsentationen nervt. Interaktion statt drögem Ablesen von Folien sollte angesagt sein. Auch Effekte aller Art, wie sie Markus etwa anspricht, stören letzten Endes nur die eigentliche Informationsübermittlung.
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Das schlimmste sind die bloden Animationen und so witzige Bilder zur “Auflockerung” des Publikums.
Aber der Titel deines Beitrags hat mich schon ein wenig gewundert ;-)
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Das Zen-Buch zur Präsentation hört sich gut an. Leider fällt man ja beim Vorbereiten der Präsentation mit Powerpoint schon auf die durch das Programm vorgegebene Struktur herein. Neigt dazu, sich noch ein paar bunte Animationseffekte draufzuladen und über den Beamer zu jagen. In sofern gebe ich dem Autor recht: Weniger ist mehr. Wie immer im Leben.
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Ich kann nur zustimmen. Viel zu lange Texte sind u.a. der Tod jeder PPT und auch Rechtschreibfehler sind unnötig und wenn man nicht mehr weiß, an welchem Punkt des Inhaltsverzeichnisses man ist, wird es auch mehr als knifflig.
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Melanie
18.02.2008
Keep it simple. Das war für mich persönlich schon immer das wichtigste. Viel Text an der Wand bringt keinem etwas. In meinen Workshops habe ich immer versucht die Teilnehmer aktiv einzubinden. Das kommt meistens sehr gut an. Keiner schläft ein und man hat ein unmittelbares Feedback. Auch die Abwechslung machts. Nicht nur Projektor, auch mal Flipchart oder Tafel benutzen wenn möglich.
Inzwischen gehe ich einem anderen Tätigkeitsfeld nach, indem keine Präsentationen mehr halte. Oder sagen wir besser, die Präsentation erfolgt auf eine andere Art und Weise. Das Thema interessiert mich aber nach wie vor. Danke für den Link zu dem Blog. Hab mal angelesen. Ließt sich interessant, auch wenn ich merke, dass mein Englisch stark nachgelassen hat.